Neutrale Textgerüste mit Platzhaltern für den eigenen Einzelfall. Die Vorlagen berücksichtigen den Beschluss des SG Münster vom 20.08.2026 und enthalten keine personenbezogenen Daten.
Bitte vor dem Verwenden lesen
Muster sind Textgerüste, keine fertigen Schriftsätze. Jeder Fall ist anders.
Alle Platzhalter […] müssen ausgefüllt oder gestrichen werden – nichts ungeprüft absenden.
Keine Angaben erfinden. Was nicht belegt ist, gehört nicht in den Text.
Rechtsstand: 26.08.2026. Der dargestellte Jobcenter-Weg ist ein rechtlich ungeklärter Ausnahmeweg mit hohen Nachweishürden – weder ein gesicherter Anspruch noch generell ausgeschlossen.
Für diesen Weg sind die vorrangige Klärung gegenüber der Krankenkasse und die individuelle ärztliche Prüfung aller relevanten Behandlungsalternativen zentral.
Der Beschluss des SG Münster vom 20.08.2026 (S 8 AS 582/26 ER) lehnte einen Eilantrag im dortigen Einzelfall ab. Daraus folgt weder eine Erfolgsgarantie noch ein allgemeines Verbot.
Fristen selbst prüfen: maßgeblich ist die Rechtsbehelfsbelehrung im jeweiligen Bescheid.
Diese Vorlagen ersetzen keine individuelle Rechtsberatung.
Antrag: Mehrbedarf nach § 21 Abs. 6 SGB II
Textgerüst für den rechtlich ungeklärten Ausnahmeweg über § 21 Abs. 6 SGB II. Verlangt konkrete Nachweise zu GKV-Vorrang, jeder relevanten Behandlungsalternative, tatsächlichen Kosten und fehlender Eigenfinanzierung.
Für Menschen ohne laufenden SGB-II-Bezug, die erst unter Einbeziehung des geltend gemachten Bedarfs hilfebedürftig sein könnten. Auch hier müssen GKV-Leistungen, Alternativen, tatsächliche Kosten und wirtschaftliche Verhältnisse vollständig belegt werden.
Antrag: abweichende Regelsatzfestsetzung nach SGB XII
Textgerüst für eine abweichende Regelsatzfestsetzung nach § 27a Abs. 4 SGB XII. Ob dieser Weg trägt, ist offen und nur anhand des Einzelfalls sowie vorrangiger GKV-Leistungen und konkreter Alternativen zu prüfen.
Gerüst für eine einzelfallbezogene Begründung. Es erkennt den GKV-Vorrang an und verlangt belegte Angaben zu Kassenverfahren, Alternativenprüfung, medizinischem Bedarf, tatsächlichen Kosten und wirtschaftlicher Lage.
Dokumentiert den Einzelfall nach dem gesetzlichen Ausschluss von Cannabisblüten. Berücksichtigt den noch nicht rechtskräftigen Beschluss des SG Frankfurt vom 21.08.2026 (S 14 KR 409/26 ER), weiterhin erfasste Behandlungsoptionen und die sehr enge verfassungsrechtliche Ausnahme – ohne Erfolgsversprechen.
Gerüst für einen zeitlich und betragsmäßig begrenzten Eilantrag. Nach S 8 AS 582/26 ER müssen insbesondere GKV-Vorrang, jede relevante Alternative, individuelle Ausschlussgründe und die konkrete Dringlichkeit glaubhaft gemacht werden.
Zur Glaubhaftmachung im Eilverfahren. Nur Tatsachen versichern, die persönlich sicher bekannt und wahr sind – eine falsche Versicherung an Eides statt kann strafbar sein.
Orientierung für die behandelnde Praxis: Jede relevante Alternative ist eigenständig nach Erprobung, Wirkung, Nebenwirkungen, Kontraindikationen und konkreter Eignung zu beurteilen. Die Praxis formuliert medizinisch verantwortlich.
Mit der Checkliste starten. Ohne aktuelle Verordnung und belegte Monatskosten wird jeder Antrag schwach.
Krankenkasse schriftlich klären lassen
Rechtsmittelfähigen Bescheid verlangen. Diese Antwort ist der zentrale Nachweis für das Jobcenter.
Antrag beim Jobcenter stellen
Bezifferter laufender Mehrbedarf mit vollständigem Anlagenverzeichnis. Eingangsbestätigung erbitten.
Bei Ablehnung: Widerspruch
Innerhalb der Frist, jeden Ablehnungsgrund einzeln aufgreifen.
Bei akuter Versorgungslücke: Eilantrag prüfen
Nach Einlegung des Widerspruchs kann vor Abschluss des Widerspruchsverfahrens einstweiliger Rechtsschutz geprüft werden. Dringlichkeit, GKV-Verfahren und Alternativen müssen konkret glaubhaft gemacht werden.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. 420help ist keine Rechtsanwaltskanzlei, keine Behörde und kein medizinischer Leistungserbringer. Die Inhalte ersetzen keine individuelle rechtliche oder medizinische Beratung im Einzelfall. Es werden keine Erfolge zugesagt.